Dietrich Georg Kieser (1779-1862)

Mediziner

 

 

Dietrich Georg Kieser wurde am 24. August 1779 als Sohn des Pastors Christoph Ludwig Kieser und dessen Frau Sophie Warmer in Harburg geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums studierte er ab 1801 Medizin in Göttingen, wo er 1804 auch promovierte. Danach war er in Winsen an der Luhe und in Northeim als praktischer Arzt tätig.

1812 folgte Kieser einem Ruf als außerordentlicher Professor an die Universität Jena. Ab 1813 war er zugleich „Brunnenarzt“ im Heilbad Berka (heute Bad Berka). Kieser war 1814/15 als Militärarzt und danach wieder an der Universität Jena tätig. Hier wurde er 1824 zum ordentlichen Professor der Medizin ernannt.

Von 1831 bis 1848 war Kieser auch Mitglied und zeitwillig Vizepräsident des Landtags von Sachsen-Weimar. Er nutzte seine Ämter um sich für eine bessere Versorgung psychisch Kranker zu engagieren. Im Jahr 1831 gründete er eine private chirurgische ophthalmiatrische Klinik, die er bis 1847 leitete. Danach war er bis 1858 Direktor der Irren-, Heil- und Pflegeanstalt in Jena. Mehrmals hatte Kieser zwischen 1827 und 1848 auch das Amt des Rektors der Universität Jena inne. An seinem 75. Geburtstag verlieh ihm die Universität Jena die Ehrendoktorwürde.

Dietrich Georg Kieser war seit 1821 mit Amalie Rosamunde Iphigenie Reil verheiratet. Der Ehe entstammten mehrere Kinder.

Seit 1816 war Kieser auch Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, die ihn 1858 zum Präsidenten wählte. Dieses Amt hatte er bis zu seinem Tod inne. Er starb am 11. Oktober 1862 in Jena.

© R.Seifert


Wilhelm Pitt (1862-1935)
Juwelier

 

Wilhelm Pitt wurde am 9. Oktober 1862 in Wernigerode geboren.

Aus Anlass seines 70. Geburtstags verlieh ihm die Stadt Jena am 9. Oktober 1932 die Ehrenbürgerwürde für sein über drei Jahrzehnte reichendes Engagement für die Stadt und seine zehnjährige Tätigkeit als ehrenamtlicher Beigeordneter. Pitt hatte von 1904 bis 1922 dem Jenaer Stadtrat ununterbrochen angehört. Zwischen 1914 und 1919 war er stellvertretender Vorsitzender des Stadtrats und von 1921 bis 1922 dessen Vorsitzender. Am 19. Oktober 1922 wurde er zum ehrenamtlichen Beigeordneten gewählt. In seinen Verantwortungsbereich fiel damit auch die Städtische Brauerei, deren Verwaltungsrat er lange Zeit vorstand.

Pitt war ebenfalls Mitglied des Kuratoriums des Frauenheims Marienhaus unter der Verwaltung des Hauptfrauenvereins zu Jena sowie für rund 24 Jahre Mitglied des Verwaltungsausschusses der „Stiftungssparkasse zu Jena von 1833“.

An seinem 70. Geburtstag, nachdem er drei Jahrzehnte hindurch selbstlos in allen städtischen Belangen mitgearbeitet und 10 Jahre lang ehrenamtlicher Beigeordneter gewesen war, erhielt er die Ehrenbürgerwürde.

Wilhelm Pitt verstarb in Jena am 5. Dezember 1935.

Seine Grabstätte auf dem Johannisfriedhof gehört zu den in der Ehrengräbersatzung der Stadt Jena benannten Grabstätten.  Die Lebensleistung Pitts wurde in einem Nachruf in der „Jenaischen Zeitung“ vom 6. Dezember 1935 gewürdigt. Seit Juli 1945 gibt es in Wenigenjena auch einen Wilhelm-Pitt-Weg.

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Erbbegräbnis der Familien  Adolph Johann Friedrich Rockser  Schneidermeister

 

und Carl August Johann Friedrich Rockser

Fleischermeister

 

Gekauft wurde das Erbbegräbnis „An der südlichen Mauer des alten unteren Friedhofs“ 1847 durch Schneidermeister Adolph Johann Friedrich Rockser (1816–1884), Sohn des Fleischermeisters Johann Georg Siegmund Rockser und seiner Frau, Dorothea Johanne, geborene Beyer.

Adolph Johann Friedrich Rockser war mit Magdalena, geb. Trockenbrod (1815–1879) verheiratet.

 

Sein Bruder, Carl August Friedrich Johann Rockser (1814–1879), erlernte wie der Vater den Beruf des Fleischers, heiratete Johanne Friederike Henriette, geborene Wiegand, verwitwete Dornbluth (1808–1887) und übernahm das Fleischereigeschäft des Eduard Dornbluth in der Johannisstraße.

 

In dieser Grabstätte fanden folgende Familienmitglieder ihre letzte Ruhe:

-Schneidermeister Carl Adolph Johann Friedrich Rockser, (1816–1884) und seine Frau, Magdalena,

  geb. Trockebrod (1815–1879);

 

- Fleischermeister August Johann Friedrich Rockser (1814–1879) und seine Frau,

   Johanne Friederike Henriette, geb. Wiegand, verw. Dornbluth und deren Kinder:

·         Anna Laura Rockser (27.6.1884–08.08.1884),

·         Ernst Rockser (19.02.1881–01.06.1881),

·         Johannes Arthur Max Ludwig Rockser (1814–)

·         Adelheid Johanne Caroline Wilhelmine (1841–1878)

·         Gottfried Joseph Luis Moritz Hermann Rockser (1846–1909), Fleischermeister und seine Frau,

                    Reinholde, geb. Krämer (1847–1915)

 

·         Schneidermeister Oscar Götze (†1880), ein Cousin

 

Beim Bau der heutigen „Straße des 17. Juni“, im Jahre 1938, wurden die Gebeine auf den heutigen Standort umgebettet.

© Ch. Apfel