Traugott Keßler

 

Heinrich Luden (1778–1847)

Historiker

 

"Dieses Jena gefällt mir...der Ort ladet, dünkt mich, zur Tätigkeit ein."

 

Der Gesschichtsprofessor Heinrich Luden gehört zu den beeindruckenden Persönlichkeiten der Alma Mater Jenensis. Beredtes Zeugnis dafür ist, dass er zu den mehr als 80 Professoren und Studenten gezählt wird, die als "Bedeutende Persönlichkeiten" der Jenaer Universität geführt werden.

Sein Grab auf dem Jenaer Johannisfriedhof ist erhalten:  An der Süd-Ostseite der vormaligen Garnisonskirche, heute Friedenskirche, ist in die Wand der Grabstein mit der Aufschrift "Erbbegraebnis der Familie Luden" eingelassen.

Weitere Jenaer Erinnerungsorte an Heinrich Luden sind:

Im oberen Teil des Fürstengrabens steht in der Nähe des Pulverturms ein Luden-Denkmal, das 1983 anlässlich der 425-Jahr-Feier der Universität von dem Rostocker Künstler Jo Jastram geschaffen wurde.

Es trägt den mutigen Ausspruch Ludens "Die Völker bekommen keine Rechte, die sie sich nicht nehmen".

Diese Worte rief er den Studenten bei seiner Eröffnungsvorlesung zum Studium der vaterländischen Geschichte 1808 zu, in einer Zeit, als Deutschland von französischen Truppen besetzt war.

Seine letzte Jenaer Wohnung "Unterm Markt 2" ist mit einer Gedenktafel gekennzeichnet.

Frühere Wohnungen Ludens wie "Hinter der Kirche", "Leutragasse" oder "Schlossgasse 17" wurden bei überwiegend im letzten Kriegsjahr 1945 bei Bombenangriffen auf Jena zerstört.

Im Gegensatz zu seinen Professorenkollegen und Mitstreitern Lorenz Oken, Dietrich Georg Kieser und Jakob Friedrich Fries wurde ihm durch die Stadt Jena bisher keine Straße gewidmet.

Die Würdigung Ludens, weshalb er zu den über 80 "Bedeutenden Persönlichkeiten" der Friedrich-Schiller-Universität Jena gezählt wird, lautet: "Luden, Heinrich (1778–1847), Historiker, ab 1806 Prof. f. Geschichte, unterstüzt ab 1809 die patriotische Bewegung durch Vorlesungen über die deutsche Geschichte; Mäzen der Burschenschaftsbewegung":

 

Herkunft und Kindheit

Heinrich Luden wurde am 10. April 1778 in Loxstedt im ehemaligen Herzogtum Bremen geboren. Loxstedt war damals ein Dorf mit etwa 250 bis 300 Einwohnern. Heute hat der Ort im Landkreis Cuxhaven im Bundesland Niedersachsen ca. 5.500 Einwohner und ist das Zentrum einer Einheitsgemeinde, zu der 21 Dörfer mit etwa 16.000 Bewohnern gehören. Seit dem Jahre 2001 gibt es in Loxstedt ein Luden-Denkmal, das der örtliche Kunst- und Kulturverein gestiftet und der Worpsweder Künstler Christian Fischer geschaffen hat.